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Neurophysiologie mentaler Vorstellungen

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Neurophysiologie mentaler Vorstellungen





Vorhersage: - Aktivierung des VC auch bei Wahrnehmungsexperiment
	- kleinere Zeit-Differenz zwischen Perception und Imagery
	- immer noch mehr Aktivierung bei Imagery
	- visual-based-memory statt attention-based:
		temporal lobe structures
		parietal lobew structures
		dorsolateral prefrontal structures

Ergebnisse: kein Zeit-Vorteil bei "easy", aber weniger Fehler
	=> Effekt bei Perception, d.h. Imagery hat stattgefunden
	- mehr Zeit für Imagery
Imagery-Perception:
	dorsolateral prefrontal cortex (Abruf von Bildern)
	anterior cingulate gyros (Abruf von Bildern)

	- keine größere Aktivierung bei Area 17, aber
	left middle temporal gyros (Aktivierung von Bildern)
	left inferior temporal gyros (Objektvergleich)
	area 19 (Assoziationbereich)
	nicht im Thalamus (also kein Aufmerksamkeitprozeß)
	vordere Augenbereich (Invertierung von Bildern)
	einige andere

Imagery-Baseline:wie Exp 1
	nicht in pulvinar -> kein Aufmerksamkeitprozeß

Perception-Baseline: area 17,18 (Mustererkennung)


Zusammenfassung:
	area 17: imagery-baseline (ähnliche Koordinaten wie Exp1 mit anderen Vps)
	Imagery auch bei Perception 
	Vermutung: Erwartung = Konstruktion eines Images



Experiment 3: Größenänderung bei Images

	Vps stellen sich Buchstaben vor:
	1. so groß als möglich
	2. so klein als möglich
	Kontrolle über Cue-Wörtern (Charakteristika der Zeichen)
	Baseline: groß oder klein

Vorhersage: kleinere Bilder längere Zeit als große; Kosslyn (1975)

Ergebnisse: kleinere länger als größere nicht bei allen
	-> 3 Vps ausgeschlossen, keine korrekten Vorstellungen
bei großen:
	- area 17
	- superior und middle temporal gyros -> mehr Schärfe
bei kleinen:
	überraschende Regionen

Zusammenfassung:
	- visual cortex ist topographisch organisiert
	- größere Bilder aktiveren mehr im posterioren Bereich
	- kleinere im anterior
	- kleinste Größe: Buchstabe auf Armlänge; Fox et al.
	- rechte Hemisphere mehr als linke (-> visaul based?,
      theoretisch leichter bei Darbietung)



Insgesamt:
Mentale Vorstellungen aktivieren mindestenst 2,
möglicherweise 3 Regionen im Visual Cortex:
	area 17 (Exp 3)
	area 18 (Exp 2, einige Imagery Prozesse)
	vor area 17 (Exp 1, 2)
=> mindestens ein Bereich aktiviert: -> räumliche Organisierung

- möglicherweise überdeckt die Wahrnehmung bei offenen Augen
  die Aktivierung einzelner Strukturen, daher Exp1,2 <-> Exp3
- Imagery aktiviert Low-Level-Bereiche: möglicherweise "topdown"-Prinzip
- bei fragmentierter Wahrnehmung: ebenfalls Imagery (Exp 2)
- Exp 1 mehr linke Hemisphere; Exp2 u. 3 bei rechter Hemisphere
	bekannt: Reize im rechten Gesichtsfeld schneller (l. Hemi.)
	aber: u. U. rechte Hemisphere besser
		bei visual memory
- aktuelle Ergebnisse zeigen: visual memory, attention based

PET: ideales Werkzeug zur Erforschung der Natur von Imagery Prozesse
     und hilft deren Bedeutung zu verstehen.

- neue Hypothesen, die überprüft werden müssen


Literatur:
Kosslyn et al.: "Visual Mental Imagery Activates Topographically
Organized Visual Cortex: PET Investigations;
Journal of Cognitive Neuroscience Volume 5, Number 3, 263-267;
1993 Massachusetts Institue of Technology

  

von Astrid Schütz,
Herbert Selg,
Stefan Lautenbacher,
Dietrich Dörner
Siehe auch:
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